Kirchenkreis

Ostern - Gottes Einladung zu neuem Leben

5.4.2026

Das Wort zum Sonntag: Diesmal mit Gedanken von Dr. Christof Grote, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg (Grafik: EKKLP)

Die Geschichte von Ostern ist schnell erzählt, auch wenn die Details unterschiedlich geschildert sind: Vor rund 2000 Jahren wurde Jesus als Aufrührer am Karfreitag gekreuzigt und in eine Grabhöhle gelegt. Als am Ostermorgen Frauen zum Grab kamen, fanden sie den Stein vor der Höhle weggewälzt und das Grab leer. Engel auf dem Friedhof erklärten ihnen: Jesus ist von den Toten auferstanden. Gott hat ihn auferweckt.

 

Das lässt sich wie eine Es-war-einmal-Geschichte erzählen, die mit uns und unserem Leben nichts zu tun hat. Der Evangelist Johannes wählt einen anderen Weg: Er erzählt im Präsens, in der Gegenwartsform, so wie Ostern für unsere Gegenwart gilt. Er beginnt zwar noch mit der Beschreibung, dass Maria am Grab stand und weinte, dann aber wechselt er in unsere Zeit und fährt fort: Maria sieht zwei Engel und spricht zu ihnen. Dabei begegnet ihr Jesus, den sie aber zunächst gar nicht erkennt, sondern für den Friedhofsgärtner hält, bis er sie anspricht: Maria! Daraufhin verkündigt sie den Jüngern: Ich habe den Herrn gesehen.

 

Schon damals haben ihre Worte Zweifel ausgelöst und sind auf Unglauben gestoßen. Aber doch ist Ostern Wirklichkeit, damals wie heute, denn heute wird uns neues Leben angeboten, heute fängt die neue Wirklichkeit Gottes an mit seiner Einladung an uns, anders zu leben, anders zu vertrauen, anders zu hoffen, selbst über die Grenze des Todes hinweg. Mitten in unserem alltäglichen Leben und dabei doch schon in seinem strahlenden österlichen Licht. Gott sei Dank! 

Mit diesem Vertrauen wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben ein frohes und gesegnetes Osterfest!

 

Ihr Christof Grote

Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg